PolyConForm
Video Verarbeitung (In Vorbereitung)
Anwendungsgebiete
Fertigteile
Skulpturen
Restaurierung
Straßen- und Wegebau
Messe- und Kulissenbau
Garten- und Landschaftsbau
Spezialeffekte
Fahrzeugbau
Keramik
Dekoratives
Kunsthandwerk
Hobby
Prototypen
Ihr Lieferant für Formengiess- und Abgussmaterial
PolyConForm Startseite PolyConForm Produkte PolyConForm Online Shop PolyConForm Seminare PolyConForm Tipps & Technik PolyConForm News PolyConForm Kontaktseite
Bestellen Sie Ihren deutschsprachtigen PolyConForm-Katalog
Turmbau zu Babel
Objekt Turmbau zu Babel, Expo 2000
Aufgabe Erstellung eines Modells
des Turms von Babel
Spritzpumpe GFB Durapact DP-406 S
Material Glasfaserbeton
Fertigung Spritzverfahren
Fläche 740 m²
Formenmaterial
PUR-Elastomer

PolyGel 50 / PolyGel-Spray 50
Trennmittel PolEase
Verarbeiter Durapact GmbH
Büssingstr.4
D-42781 Haan
Händler
Spritzpumpe
Durapact GmbH
Händler
Polyurethan
PolyConForm GmbH

Nach oben

Auf der Expo 2000 ist im Themenpark der Turmbau zu Babel im Hallenformat zu bewundern. Das Streben des Menschen nach Höherem, seine Vorstellung vom Paradies, seine Versuche dem Schöpfer Gestalt zu geben – aber auch das Nichterkennen seiner Grenzen, seine Selbstüberschätzung wurde (an-)fassbar mit modernsten Materialien und Fertigungsmethoden dargestellt.

Nach oben

Für die Realisierung dieser Idee wurde als Werkstoff Glasfaserbeton ausgewählt, da

  • detailgetreue Abbildungen
  • hohe Festigkeiten
  • dünne Wandstärken
  • einfache Verarbeitung
  • Dauerhaftigkeit

gewährleistet sind.

Die Idee, Planung und Gestaltung stammt von einer französischen Architektengruppe. Sie gab bis ins Detail genau die Oberflächenstruktur des Turmbaus sowie der Durchgänge und Fußböden an. Die Ausführung des Projektes lag in den Händen der "Studios Babelsberg", für die Traumkulissen und Fantasiegebilde zum täglichen Brot gehören.

Die Prozesstechnologie, Rezepturen und das Know-how über Glasfaserbeton steuerte "DuraPact aus Haan" bei.

Zunächst wurden einige Modelle im Maßstab 1:1 gefertigt, nach deren Begutachtung wurden daraus Schalungen aus gieß- bzw. spritzfähigem Polyurethan hergestellt.

Dieses schrumpffreie Formenmaterial ist so dünnflüssig eingestellt, dass jede Kontur, Unebenheit, Pore usw. exakt vom Original übertragen wird.

Die verwendeten Schalungen aus PUR-Elastomeren waren flexibel und ermöglichten auch bei komplizierter Geometrie, z.. B. hinterschnittenen Formbereichen, ein relativ einfaches Entformen.

Nach oben

Die gewählte Shore-Härte des Materials richtete sich nach dem Schwierigkeitsgrad der zu reproduzierenden Modelle bzw. dem später zum Einsatz kommenden Glasfaserbeton.

Der zum Abguss verwendete Glasfaserbeton bzw. textilbewehrte Beton ist ein starres Material und erforderte entsprechend flexibel-elastische Formen, die gleichwohl weich genug waren, um noch vor dem Befüllen mit GFB auf einem Sandbett mit „sanftem“ Biegen und Drücken in Form drapiert zu werden.

Durch diese Technik des „Biegens“ und „Knickens“ der unterschiedlich großen Matrizen konnten aus wenigen Formen viele unterschiedlich flächig gestaltete Abgüsse genommen werden. Bei diesem Objekt glich kein (sehr dünner) Steinblock einem Anderen.

Während kleinere flächige Modelle mit der Standardtype PolyCast 75-59 im Gießverfahren hergestellt wurden, bot sich bei den bis zu 4m² großen, komplizierten Elementen unser manuell mit Pinsel und Spachtel aufzubringendes PolyGel 50 an.

Nach oben

Ein weiteres, erheblich größeres Element von 28 m² wurde mit SprayGel in der Shorehärte 50 im Spritzverfahren mit dem PCF-Pump-/Spritzaggregat hergestellt (Verfahrensbeschreibung in Garten- und Landschaftsbau).

Die erforderliche(n) Stützform(en) aus Forton MG wurden noch vor dem Entschalen der Elastomere vom Original in einer Stärke von durchschnittlich 8-10 mm sektionsweise hergestellt.

Das Gewicht der gespritzten 28 m² PUR-Form betrug
270 kg, für die 5 Teile der Stützform wurden insgesamt weniger als 500 kg PolyCon MG verwendet.

Glasfaserbeton bzw. textilbewehrter Beton besteht aus einer Feinbetonmatrix mit den Komponenten Zement, Sand, Wasser, Zusatzstoff und Zusatzmittel, sowie einer Armierung aus alkaliwiderstandsfähigen AR-Glasfasern.

Aus Gewichtsgründen und zur leichteren Handhabung der GFB-Elemente wurde ein Teil des Sandes durch Leichtzuschlag ersetzt. Die Rohdichte der ohnehin dünnen Elemente wurde durch diese Maßnahme auf etwa ρ = 1,25 g/cm³ gesenkt.

Nach oben

Der Feinbetonmatrix wurden 12 mm lange Kurzfasern beigemischt, so dass keine unbewehrten Schichten entstehen konnten.

Dieser sogenannte "Premix" wurde in mehreren, jeweils etwa 3-5 mm dicken Lagen auf die Matrize aufgespritzt, die zusätzlich mit Matten und Gelegen aus AR-Glasfasern armiert wurden.

Mit diesen Glasfaser-Flächenprodukten können Bauteile gezielt an den Stellen verstärkt werden, die stärkeren Belastungen ausgesetzt sind.

Die einzelnen Bauteile wurden vor Ort zu einer beeindruckenden Kulisse zusammengefügt und dann meisterlich koloriert. Das Bauwerk hat eine Höhe von etwa 12 m.

Nach oben

Nach oben


Technische Daten GFB-Spritzpumpe

Motorumdrehungen 3000 U/min.
Netzspannung 230-250 V / 50 Hz.
Oberster Druckbereich 40 bar
Fördermenge 0-15 Liter /min.
Förderhöhe je nach Medium
max. 30 Meter
Gewicht 85 Kg

Die Beschreibung dieser Anwendung können Sie sich demnächst hier auch als PDF-Datei downloaden.

Eventuelle weitere Fragen zu unseren Geräten senden Sie uns bitte über unser Kontaktformular zu.

Nach oben