Erstellung einer Form mit PolyGel40
Erfahrungsbericht
der Künstlerin
Doris George
Ich möchte Ihnen hier kurz die einzelen Arbeitsschritte
erklären, die für die Anfertigung einer Form
notwendig sind, wenn man eine Tonbüste abformen
möchte. Frau Mohr, von der Firma PolyConForm, hat
mich hierbei beratend unterstützt.
Vorbereitung
des Tonmodells
Das Modell sollte ledertrocken" sein, da das PolyGel
sonst mit Feuchtigkeit reagiert, was für den Verarbeitungsprozess
von Nachteil wäre. Die Oberfläche ist unbedingt
mit Trennmittel, z. B. PolySolvent-Wachs 91-7, zu behandeln.
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Herstellung
der Form
PolyGel40
habe ich laut Datenblatt im Mischungsverhältnis
1 : 1 angemischt und aufgetragen.
Beim Auftrag der ersten Schicht ist es besonders wichtig
den Einschluss von Luftblasen zu vermeiden, da diese
später bei jedem neuen Abguss sichtbar sind.
Dazu gießt man die PolyGel40-Mischung
aus einem Abstand von ca. 20-30 cm langsam, in einem
dünnen Strahl, auf das Modell und verteilt dann
die Masse sorgsam mit dem Pinsel in die Vertiefungen.
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Auftragen der
zweiten Schicht
aus PolyGel40 und DuraSil
Da sich das PolyGel40 sehr dünn auftragen läßt,
wurde das PolyGel40
mit einem Verdicker, wie z. B. DuraSil,
angedickt, um die Schichtdicke zu erhöhen.
Die Masse ist dann spachtelfähig, so dass größere
Unebenheiten und Unterschneidungen in der Oberfläche
leicht ausgeglichen werden können.
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Schlösser
aufbauen
Sobald die Oberfläche ausreichend dick mit PolyGel
beschichtet ist, werden die sogenannten "Schlösser",
die später der PolyGel40-Form einen besseren Halt
in der Gips-Stützform bietet, aufgebaut. Dazu verwendete
ich in diesem Fall Schaumgummibänder, aber es können
auch Gummischläuche oder aus PolyGel40 vorbereitete
Streifen eingesetzt werden.
Diese Schaumgummibänder habe
ich auf die noch klebrige Oberfläche gepresst und
anschließend mit einer neuen Schicht PolyGel40
versiegelt. Die unsauberen Ränder habe ich mit
dem Cutter begradigt.
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Markierung der
Stützform-Trennlinien
Nach einer Aushärtungszeit von ca. 24 Stunden habe
ich die PolyGel40-Form mit Trennmittel behandelt. Zunächst
muss entschieden werden, aus wie vielen Teilen die Stützform
bestehen muss, damit sie später problemlos zerlegt
werden kann. Dazu habe ich die Trennlinien erst einmal
mit einem Filzstift markiert.
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Trennungen der
Formteile aufbauen
Eine exakte Trennung zwischen den entstehenden Formteilen
erleichtern sogenannte "Grate" aus Gipsmullbinden,
die zu beiden Seiten der Trennungslinien gegeneinander
aufgebaut werden. Ein Anstrich aus Tonschlicke (Mischung
aus Ton und Wasser) verhindert, dass die Gipsbinden
aneinander haften.
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Flächen
der Trennungsgrate füllen
Jetzt werden die Flächen zwischen den Trennungsgraten
mit Glasfasern verstärkten PolyCon-MG-Material
gefüllt. Hierfür verwendete ich, statt normalem
Gips, einen mit Glasfasern verstärkten PolyCon-MG-Gips.
Das hat den Vorteil, dass auch ein dünnwandiger
Auftrag noch ausreichend stabil ist, was besonders bei
grossen Formteilen viel Gewicht spart und den späteren
Arbeitsaufwand erleichtert.
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Zerlegen der
Form
Sobald der Gips abgebunden war, konnte ich die Form
zerlegen.
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Trennungsnaht
in der PolyGel40-Form
Um die PolyFGel40-Form zu entfernen, muss auch hier
eine Trennungsnaht entstehen, die möglichst an
einer unauffälligen Stelle des Objekts liegen sollte.
Diese Zick-Zack-Trennungsnaht schnitt ich mit einem
Messer in die Form.
Diesen Arbeitsschritt konnte ich
allerdings nur durchführen, da ich für das
Tonmodell später keine weitere Verwendung hatte.
Soll das abzuformende Objekt nicht beschädigt werden,
muß die Trennungsnaht natürlich in den vorherigen
Arbeitsschritten angelegt werden.
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Abziehen der
PolyGel40-Form
Nun habe ich die PolyGel40-Form entfernt in dem ich
sie abzog.
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Füllen
der Negativform
Die Form habe ich anschließend aus den jeweiligen
Einzelteilen zusammen gesetzt und auf den Kopf gedreht
um sie mit Gips im Vollguss oder im Schwenkverfahren
zu füllen.
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Der fertige
Abguss
Wenn man seine Arbeit gut vorbereitet und alle Arbeitsschritte
sorgfältig ausführt, erhält man mit dem
Gipsabguss eine gelungene Kopie der originalen Tonbüste,
an der man lange Freude hat.
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Ich wünsche Ihnen viel Spaß
bei Ihren eigenen Modellabgüssen und hoffe an dieser
Stelle bald auch von Ihren Erfahrungen zu lesen.
Liebe Grüße
Doris George
Eventuelle weitere Fragen zu den
Arbeitsschritten senden Sie uns bitte über unser
Kontaktformular zu.
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