Eigenschaften
von Poly 75-59 |
| Mischungsverhältnis
(A:B) |
1:1 |
| Shore
Härte A |
60 |
| Verarbeitungszeit |
10
Minuten |
| Entschalung
nach |
4-8
Stunden |
| Farbe |
bernstein |
| Viskosität,
gemischt |
2500
cP |
| Dichte |
1,05 |
Eigenschaften
von Poly 75-60 |
| Mischungsverhältnis
(A:B) |
1:1 |
| Shore
Härte A |
60 |
| Verarbeitungszeit |
10
Minuten |
| Entschalung
nach |
24
Stunden |
| Farbe |
bernstein |
| Viskosität,
gemischt |
1,200
cP |
| Dichte |
1,05 |
Eigenschaften
von Poly 75-70 |
| Mischungsverhältnis
(A:B) |
1:1 |
| Shore
Härte A |
70 |
| Verarbeitungszeit |
40
Minuten |
| Entschalung
nach |
24
Stunden |
| Farbe |
grau |
| Viskosität,
gemischt |
3.000
cP |
| Dichte |
1,05 |
Eigenschaften von Poly 75-75 |
| Mischungsverhältnis (A:B) |
2:1 |
| Shore Härte A |
75 |
| Verarbeitungszeit |
20 Minuten |
| Entschalung nach |
24 Stunden |
| Farbe |
graugrün |
| Viskosität, gemischt |
4.000 cP |
| Dichte |
1,06 |
Eigenschaften von Poly 75-80 |
| Mischungsverhältnis (A:B) |
2:1 |
| Shore Härte A |
80 |
| Verarbeitungszeit |
15 Minuten |
| Entschalung nach |
24 Stunden |
| Farbe |
honigfarben |
| Viskosität, gemischt |
5.000 cP |
| Dichte |
1,06 |
Nach
oben
Verarbeitungsanleitung Vor Entnahme der Komponente B aus
dem Lagerungsbehälter
sollte diese gründlich aufgerührt
werden, bevor sie verwogen wird.
Die beiden flüssigen PUR-Elastomer
Komponenten A+B werden im Verhältnis
1:1 bzw. 2:1 abgewogen. Dabei sollte vorzugsweise
die etwas flüssigere Komponente B in
den Mischbehälter vorgelegt, die höher
viskose KomponenteA dieser im Anschluss zugefügt
werden. Beide Flüssigkeiten intensiv
zu einer homogenen Masse aufrühren.
Eine ausreichende Vermischung ist an der
gleichmäßigen Färbung der
beiden homogen aufgemischten Komponenten
A+B zu erkennen.
Es empfiehlt sich, die aufgerührte
Menge vor Beginn der Abformung immer in ein
sauberes Behältnis umzufüllen,
um ggf. ungemischte Anhaftungen von Wand
und Boden des Rührtopfes nicht auf das
ab zuformende Original zu bringen.
Achten Sie darauf, dass die angerührte
Menge möglichst nach 1/3 der Verarbeitungszeit
vermischt ist, um genügend Zeit auf
den Abguss verwenden zu können
Die aus den beiden Bestandteilen gemischte
Gießmasse ist unmittelbar zum Befüllen
des vorbereiteten, mit Trennmittel versehenen
Objektes geeignet. Eine chargenweise Befüllung
kann in mehreren, nacheinander aufgebrachten
Schichten erfolgen.
Nach
oben
Wir empfehlen Unterbrechungen von max. 20
Minuten vor dem Auffüllen der jeweils
nächsten Schicht.
In der vorgegebenen Topfzeit (Verarbeitungszeit)
sollte eine völlige Benetzung der abzuformenden
Oberflächen, insbesondere der feinen
Details, vorgenommen werden.
Bei Originalen mit tiefen Unterschneidungen
kann ggf. mit Pinsel oder kleinem Spatel
leicht nachgeholfen werden, um eingeschlossene
Luftblasen zu verdrängen.
Die Entformung kann bereits nach ca. 24
Stunden (Lagerung bei Raumtemperatur) vorgenommen
werden.
Die dann zäh-elastische, reißfeste
Gießform wird, unter Vermeidung von
Gewalt, sorgsam vom Original abgelöst.
Unterschneidungen und Vertiefungen erfordern
das langsame Herauswinden der Form unter
Ausnutzung der Dehnung.
Ausgehärtete Pur- Elastomer Formen
eignen sich zur Belegung mit Gips, Beton,
zementären Bindemittelsystemen, Ton,
Paraffin und Wachs.
Bei Epoxyd-, Polyurethan-, Polyesterharzen
usw. sollten bezüglich einer Eignung
Vorversuche durchgeführt werden. Dies
ist insbesondere bei "massiven" Elementen
wegen ggf. höherer Temperaturentwicklung
beim Aushärten anzuraten.
Nach
oben
Gefahrenhinweise !
Unvernetztes Material kann Haut-
oder Atemwegreizungen hervorrufen.
Vermeiden Sie direkten Kontakt mit nicht
erhärteten Materialkomponenten.
Bei Hautkontakt
sollten entsprechende Partien mit einem
(Papier-) Tuch trocken abgewischt und
mit Alkohol oder Handreiniger gesäubert
werden.
Bei Augenkontakt
mit viel Wasser spülen und einen
Arzt konsultieren.
Es sollte
vermieden werden, dass Poly 75 in unmittelbaren
Kontakt mit Lebensmitteln kommt oder
in größerem Ausmaß auf
Körperpartien gelangt.
Beachten Sie Etikett und Sicherheitsdatenblatt.
Nach
oben
Vorbereitung der Abformung
Poröse
Modellstrukturen, z. B. aus Holz, Terrakotta
oder Gips müssen durch
eine geeignete, sorgsam aufgebrachte "Versiegelung" aus
Lack, PVA oder Schmierseife geschützt
werden, um beim Abguss ein Anhaften des 75er-Elastomers
an der rauhen Modelloberfläche auszuschließen.
Beachten Sie bitte, dass PUR - Elastomer,
ohne Trennmittel grundsätzlich an Schellack
haften. Benutzen Sie beim Abguss auf einer
mit Schellack versiegelten Vorlage unbedingt
ein Trennmittel, z. B. PolEase 2450 oder
Pol Ease 2300.
Das Trennmittel sollte gleichmäßig,
am besten durch Aufsprühen verteilt
werden und ablüften. Ggf. mit einem
weichem Pinsel, einem saugfähigen Lappen
oder Papier von verbliebenen Partikeln und überschüssigem
Trennmittel befreien. Zu viel Trennmittel
beeinträchtigt die Detailgenauigkeit,
flüssiges Trennmittel verhindert die
Erstarrung von Harzen und Elastomeren und
kann Defekte in der Formenoberfläche,
z. B. Lufteinschlüsse oder sichtbare
Schlieren verursachen.
Nach
oben
In jedem Fall sollte die Verträglichkeit
von Formenoberfläche, Trennmittel und
der zu verwendenden Gießmasse in einem
kleinen Vorversuch festgestellt werden. Das
schützt vor in jedem Fall unliebsamen Überraschungen.
Hohle, offenporige oder poröse Werkstoffe,
die zur Abformung vorgesehen sind, sollten
auf der Rückseite des Modells so präpariert
sein, das eine Entlüftung möglich
ist. Dazu genügt in der Regel hinter
dem Modell schon ein kleines Loch im Gießkasten.
Gefäß oder Gießkasten zum
Abguss des Originals müssen sorgsam
abgedichtet, Umrahmungen auf der Unterlage
gut aneinander fixiert sein, um ein unbeabsichtigtes
Auslaufen des Harzes während des Gießens
auszuschließen. Vaseline, Schmieröl
oder -seife ist für solche Abdichtungen
hervorragend geeignet, sofern die Reaktionstemperatur
des Materials es nicht zum Schmelzen bringen
kann.
Nach
oben
Mischen & Gießen
Sorgen
sie möglichst für gleiche
Temperaturen bei allen erforderlichen Materialien
und Werkzeugen. Optimal sind Verarbeitungsbedingungen
zwischen 18-30° C in trockener Umgebung.
Bedenken Sie, dass ein gefülltes 20
l Gefäß im Winter bis zu 24 Stunden
benötigen kann, um die gewünschte
Raumtemperatur zu erreichen.
Legen Sie sich alle Werkzeuge und Geräte
sauber gereinigt bereit. Sie sollten nicht
während der Herstellung, insbesondere
beim Mischen und Gießen, nach irgendeinem
benötigten Gegenstand suchen müssen,
gute Resultate benötigen eine zügige
und geordnete Vorgehensweise.
Nach
oben
Bestandteile der Komponente B können
bei längerer Lagerung dazu neigen, sich
im Behälter abzusetzen und müssen
vor der Entnahme aus dem Lagerungsgefäß aufgemischt
werden.
Wenn Gebinde nach Entnahme der Komponenten
nicht umgehend wieder geschlossen wird, tritt
bald eine Beschleunigung der natürlichen
Alterung ein. Die bislang hermetisch von
umgebender Luft abgeschlossenen Gieß-Komponenten
A+B reagieren nach dem Öffnen des Lagerbehälters
durch den Kontakt mit Luftfeuchtigkeit. PolyPurge,
ein Gas, schwerer als Luft, minimiert diesen
natürlichen Alterungsvorgang, wenn es
vor dem Wiederverschließen in das Lagerbehältnis
eingesprüht wird.
Rühren Sie zum Messen oder wiegen Sie zunächst Komponente A
in ein sauberes Gefäß aus Kunststoff.
Die zuvor aufgerührte Komponente B wird im Verhältnis 1:1 in
den Mischbehälter hinzugeben und mit vorgelegter Komponente A homogen
vermischen. Es ist unbedingt zu empfehlen, eine genaue Waage zu verwenden.
Nach
oben
Mischen Sie intensiv, aber schlagen Sie
keine, bzw. möglichst wenig Luft in
die Masse. Streifen Sie mit einem (unverzichtbaren)
weichen (Gummi-) Schaber die vorgelegte,
an der Gefäßwand befindliche Komponente
(A) ab und führen diese durch Rühren
der Masse zu. Wiederholen Sie diesen Vorgang,
bis Sie sicher sind, dass alles vermischt
ist.
Planen Sie Ihre Abformung mit der Uhr und
kontrollieren Sie unbedingt den zeitlichen
Ablauf des Mischens und Befüllens. Das
homogene Vermischen sollte möglichst
nach 1/3 der vorgeschriebenen, zur Verfügung
stehenden Verarbeitungszeit abgeschlossen
sein. Es verbleibt Ihnen dann ausreichend
Gelegenheit, um evtl. auftretende Luftblasen
aus dem noch ausreichend viskosen Material
auszutreiben.
Nichts ist schwerer zu verschmerzen, als
ein irreparabel verklebtes Modell, das nicht
wiederhergestellt werden kann. Vermeiden
Sie Hektik! Planen Sie sorgfältig
ihre Vorgehensweise. Beginnen Sie, insbesondere
wenn Sie über wenig Erfahrung mit dem
verwendeten Material verfügen, mit kleineren
Ansätzen.
Nach
oben
Gießen der Form
Vermeiden
Sie Lufteinschlüsse. Die
meisten Formen können auf eine simple
Art, einfach durch gleichmäßiges,
stetiges Gießen auf eine (möglichst
der höchsten) Stelle des Modells hergestellt
werden. Durch das Fliessen der Gießmasse über
die Formenoberfläche entlüftet
sich die Masse weitgehend selbst.
Bei besonders feinen Details oder Hinterschneidungen
empfiehlt es sich, diese vorab mit einer
kleinen Menge zu füllen und durch Adhäsion
verursachte Luftblasen mit einem sauberen
Pinsel oder Stift "heraus zu schieben". Das
hierfür verwendete Werkzeug muss frei
von Trennmittel oder dessen Resten sein.
Gehen Sie dabei vorsichtig vor, damit diese
Art des Agitierens nicht den Trennfilm zerstört,
den Sie zuvor zur problemlosen und leichten
Entformung aufgebracht hatten.
Nach
oben
Erstarrungsreaktion und Entformen
Lassen
Sie die gefüllte Form unter
den gleichen Temperaturen aushärten,
die beim Mischen und Befüllen geherrscht
haben.
Entformen Sie bitte sorgfältig und
möglichst ohne Anwendung von Gewalt,
lassen Sie sich Zeit. Vermeiden Sie unbedingt Überdehnungen, "schälen" sie
die neue Form vom Original. Am besten belassen
Sie die Form bis zum endgültigen Abschluss
der Reaktion auf dem Original, bevor Sie
entformen und, mit geeignetem Trennmittel
versehen, zur ersten Belegung vorbereiten.
Schwinden wird während des Erstarrens maßgeblich durch schnelles Erwärmen und folgender Abkühlung ver-ursacht. Vermeiden sie schnelle Abkühlung und abrupte Temperaturwechsel. Nach
oben
Additive und Accessoires
- PolEase 2300 Trennmittel
- PolEase 2450 Trennmittel
- PolyPurge Aerosol Gas
- Poly PVA Lösung
Nach
oben
|