| Eigenschaften
von Poly 78-35 |
| Mischungsverhältnis
(A:B) |
1:4 |
| Shore Härte A |
35 |
| Verarbeitungszeit |
30 Minuten |
| Entschalung nach |
24 Stunden |
| Farbe |
beige |
| Viskosität, gemischt |
800 cP |
| Dichte |
1,15 |
| Eigenschaften
von Poly 78-45 |
| Mischungsverhältnis
(A:B) |
1:4 |
| Shore Härte A |
45 |
| Verarbeitungszeit |
20 Minuten |
| Entschalung nach |
24 Stunden |
| Farbe |
beige |
| Viskosität, gemischt |
2.000 cP |
| Dichte |
1,25 |
| Eigenschaften
von Poly 78-55 |
| Mischungsverhältnis
(A:B) |
1:4 |
| Shore Härte A |
55 |
| Verarbeitungszeit |
15 Minuten |
| Entschalung nach |
24 Stunden |
| Farbe |
beige |
| Viskosität, gemischt |
6.000 cP |
| Dichte |
1,38 |
Verarbeitungsanleitung
Vor Entnahme der Komponente B aus dem Lagerungsbehälter
muss diese gründlich aufgerührt werden,
bevor sie verwogen wird.
Die beiden flüssigen PUR–Elastomer Komponenten
A+B werden im Verhältnis 1:4 abgewogen. Dabei
sollte vorzugsweise die etwas flüssigere Komponente
A in den Mischbehälter vorgelegt, die höher
viskose Komponente B dieser im Anschluss zugefügt
werden. Beide Flüssigkeiten intensiv zu einer
homogenen Masse aufrühren.
Eine ausreichende Vermischung ist an der gleichmäßigen
Färbung der beiden homogen aufgemischten Komponenten
A+B zu erkennen.
Es empfiehlt sich, die aufgerührte Menge vor
Beginn der Abformung immer in ein sauberes Behältnis
umzufüllen, um ggf. ungemischte Anhaftungen von
Wand und Boden des Rührtopfes nicht auf das abzuformende
Original zu bringen.
Achten Sie darauf, dass die angerührte Menge
möglichst nach 1/3 der Verarbeitungszeit vermischt
ist, um genügend Zeit auf den Abguss verwenden
zu können
Die aus den beiden Bestandteilen gemischte Gießmasse
ist unmittelbar zum Befüllen des vorbereiteten,
mit Trennmittel versehenen Objektes geeignet. Eine
chargenweise Befüllung kann in mehreren, nacheinander
aufgebrachten Schichten erfolgen.
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Wir empfehlen Unterbrechungen von max. 20 Minuten
vor dem Auffüllen der jeweils nächsten Schicht.
In der vorgegebenen Topfzeit (Verarbeitungszeit)
sollte eine völlige Benetzung der abzuformenden
Oberflächen, insbesondere der feinen Details,
vorgenommen werden.
Bei Originalen mit tiefen Unterschneidungen kann
ggf. mit Pinsel oder kleinem Spatel leicht nachgeholfen
werden, um eingeschlossene Luftblasen zu verdrängen.
Die Entformung kann bereits nach ca. 24 Stunden (Lagerung
bei Raumtemperatur) vorgenommen werden.
Die dann zäh-elastische, reißfeste Gießform
wird, unter Vermeidung von Gewalt, sorgsam vom Original
abgelöst.
Unterschneidungen und Vertiefungen erfordern das
langsame Herauswinden der Form unter Ausnutzung der
Dehnung.
Ausgehärtete Pur-Elastomer Formen eignen sich
zur Belegung mit Gips, Beton, zementären Bindemittelsystemen,
Ton, Paraffin und Wachs.
Bei Epoxyd-, Polyurethan-, Polyesterharzen
usw. sollten bezüglich einer Eignung Vorversuche
durchgeführt werden. Dies ist insbesondere bei
„massiven“ Elementen wegen ggf. höherer
Temperaturentwicklung beim Aushärten anzuraten.
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Gefahrenhinweise !
Unvernetztes Material kann Haut-
oder Atemwegreizungen hervorrufen.
Vermeiden Sie direkten Kontakt mit nicht erhärteten
Materialkomponenten.
Bei Hautkontakt sollten entsprechende
Partien mit einem (Papier-) Tuch trocken abgewischt
und mit Alkohol oder Handreiniger gesäubert werden.
Bei Augenkontakt mit viel Wasser
spülen und einen Arzt konsultieren.
Es sollte vermieden werden, dass
Poly 78 in unmittelbaren Kontakt mit Lebensmitteln
kommt oder in größerem Ausmaß auf
Körperpartien gelangt.
Beachten Sie Etikett und Sicherheitsdatenblatt.
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Vorbereitung der Abformung
Poröse Modellstrukturen, z. B. aus Holz, Terrakotta
oder Gips müssen durch eine geeignete, sorgsam
aufgebrachte „Versiegelung“ aus Lack,
PVA oder Schmierseife geschützt werden, um beim
Abguss ein Anhaften des 78er-Elastomers an der rauhen
Modelloberfläche auszuschließen. Beachten
Sie bitte, dass PUR – Elastomer, ohne Trennmittel
grundsätzlich an Schellack haften. Benutzen Sie
beim Abguss auf einer mit Schellack versiegelten Vorlage
unbedingt ein Trennmittel, z. B. PolEase 2300.
Das Trennmittel sollte gleichmäßig, am
besten durch Aufsprühen verteilt werden und ablüften.
Ggf. mit einem weichem Pinsel, einem saugfähigen
Lappen oder Papier von verbliebenen Partikeln und
überschüssigem Trennmittel befreien. Zu
viel Trennmittel beeinträchtigt die Detailgenauigkeit,
flüssiges Trennmittel verhindert die Erstarrung
von Harzen und Elastomeren und kann Defekte in der
Formenoberfläche, z. B. Lufteinschlüsse
oder sichtbare Schlieren verursachen.
In jedem Fall sollte die Verträglichkeit von
Formenoberfläche, Trennmittel und der zu verwendenden
Gießmasse in einem kleinen Vorversuch festgestellt
werden. Das schützt vor in jedem Fall unliebsamen
Überraschungen.
Hohle, offenporige oder poröse Werkstoffe, die
zur Abformung vorgesehen sind, sollten auf der Rückseite
des Modells so präpariert sein, das eine Entlüftung
möglich ist. Dazu genügt in der Regel hinter
dem Modell schon ein kleines Loch im Gießkasten.
Gefäß oder Gießkasten zum Abguss
des Originals müssen sorgsam abgedichtet, Umrahmungen
auf der Unterlage gut aneinander fixiert sein, um
ein unbeabsichtigtes Auslaufen des Harzes während
des Gießens auszuschließen. Vaseline,
Schmieröl oder –seife ist für solche
Abdichtungen hervorragend geeignet, sofern die Reaktionstemperatur
des Materials es nicht zum Schmelzen bringen kann.
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Mischen & Gießen
Sorgen sie möglichst für gleiche Temperaturen
bei allen erforderlichen Materialien und Werkzeugen.
Optimal sind Verarbeitungsbedingungen zwischen 18–30°
C in trockener Umgebung. Bedenken Sie, dass ein gefülltes
20 l Gefäß im Winter bis zu 24 Stunden
benötigen kann, um die gewünschte Raumtemperatur
zu erreichen.
Legen Sie sich alle Werkzeuge und Geräte sauber
gereinigt bereit. Sie sollten nicht während der
Herstellung, insbesondere beim Mischen und Gießen,
nach irgendeinem benötigten Gegenstand suchen
müssen, gute Resultate benötigen eine zügige
und geordnete Vorgehensweise.
Bestandteile der Komponente B können bei längerer
Lagerung dazu neigen, sich im Behälter abzusetzen
und müssen vor der Entnahme aus dem Lagerungsgefäß
aufgemischt werden.
Wenn Gebinde nach Entnahme der Komponenten nicht
umgehend wieder geschlossen wird, tritt bald eine
Beschleunigung der natürlichen Alterung ein.
Die bislang hermetisch von umgebender Luft abgeschlossenen
Gieß-Komponenten A+B reagieren nach dem Öffnen
des Lagerbehälters durch den Kontakt mit Luftfeuchtigkeit.
PolyPurge, ein Gas, schwerer als Luft, minimiert diesen
natürlichen Alterungsvorgang, wenn es vor dem
Wiederverschließen in das Lagerbehältnis
eingesprüht wird.
Rühren Sie zum Messen oder wiegen Sie zunächst
Komponente A in ein sauberes Gefäß aus
Kunststoff oder Metall.
Die zuvor aufgerührte Komponente B akkurat im
Verhältnis 1:4 in den Mischbehälter hinzugeben
und mit vorgelegter Komponente A homogen vermischen.
Es ist unbedingt zu empfehlen, eine genaue Waage zu
verwenden.
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Mischen Sie intensiv, aber schlagen Sie keine, bzw.
möglichst wenig Luft in die Masse. Streifen Sie
mit einem (unverzichtbaren) weichen (Gummi-) Schaber
die vorgelegte, an der Gefäßwand befindliche
Komponente (B) ab und führen diese durch Rühren
der Masse zu. Wiederholen Sie diesen Vorgang, bis
Sie sicher sind, dass alles vermischt ist.
Planen Sie Ihre Abformung mit der Uhr und kontrollieren
Sie unbedingt den zeitlichen Ablauf des Mischens und
Befüllens. Das homogene Vermischen sollte möglichst
nach 1/3 der vorgeschriebenen, zur Verfügung
stehenden Verarbeitungszeit abgeschlossen sein. Es
verbleibt Ihnen dann ausreichend Gelegenheit, um evtl.
auftretende Luftblasen aus dem noch ausreichend viskosen
Material auszutreiben.
Nichts ist schwerer zu verschmerzen, als ein irreparabel
verklebtes Modell, das nicht wiederhergestellt werden
kann. Vermeiden Sie Hektik!
Planen Sie sorgfältig ihre Vorgehensweise. Beginnen
Sie, insbesondere wenn Sie über wenig Erfahrung
mit dem verwendeten Material verfügen, mit kleineneren
Ansätzen.
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Gießen der Form
Vermeiden Sie Lufteinschlüsse. Die meisten Formen
können auf eine simple Art, einfach durch gleichmäßiges,
stetiges Gießen auf eine (möglichst der
höchsten) Stelle des Modells hergestellt werden.
Durch das Fliessen der Gießmasse über die
Formenoberfläche entlüftet sich die Masse
weitgehend selbst.
Bei besonders feinen Details oder Hinterschneidungen
empfiehlt es sich, diese vorab mit einer kleinen Menge
zu füllen und durch Adhäsion verursachte
Luftblasen mit einem sauberen Pinsel oder Stift „heraus
zu schieben“. Das hierfür verwendete Werkzeug
muss frei von Trennmittel oder dessen Resten sein.
Gehen Sie dabei vorsichtig vor, damit diese Art des
Agitierens nicht den Trennfilm zerstört, den
Sie zuvor zur problemlosen und leichten Entformung
aufgebracht hatten.
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Erstarrungsreaktion und Entformen
Lassen Sie die gefüllte Form unter den gleichen
Temperaturen aushärten, die beim Mischen und
Befüllen geherrscht haben.
Entformen Sie bitte sorgfältig und möglichst
ohne Anwendung von Gewalt, lassen Sie sich Zeit. Vermeiden
Sie unbedingt Überdehnungen, „schälen“
sie die neue Form vom Original. Am besten belassen
Sie die Form bis zum endgültigen Abschluss der
Reaktion auf dem Original, bevor Sie entformen und,
mit geeignetem Trennmittel versehen, zur ersten Belegung
vorbereiten.
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| Physikalische
Eigenschaften |
78-35 |
78-45 |
78-55 |
| Mischungsverhältnis (Gewicht) |
1:4 |
1:4 |
1:4 |
| Viskosität |
800 |
2.000 |
6.000 |
| Shore Härte A |
35 |
45 |
55 |
| Dichte |
1.15 |
1.25 |
1.35 |
| Verarbeitungszeit |
30 |
20 |
15 |
Entformungzeit
(Stunden bei > 25° C) |
24 |
24 |
24 |
| Farbe (vernetzt) |
grau |
grau |
grau |
Maximale Reaktionswärme
(° C/1 kg) Schwinden* (während Vernetzung)
*Schwinden wird während
des Erstarrens maßgeblich durch schnelles Erwärmen
und folgender Abkühlung ver-ursacht. Vermeiden
sie schnelle Abkühlung und abrupte Temperaturwechsel.
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Additive und Accessoires